konservativ

Mögliche konservative Therapieansätze:

  • Schmerztherapie
  • Physiotherapie
  • Ergotherapie
  • Osteopathie
  • Akupunktur (siehe im Menü unter sonstigen Publikationen)
  • Eigenübungen
  • angepasstes Eigenverhalten

Durch oben genannte Therapiemöglichkeiten kann eine Linderung der TOS-Beschwerdesymptomatik – neurogen und/oder vaskulär – erreicht werden.

Die Therapien von Physiotherapeuten, Osteopathen und Ergotherapeuten müssen sehr individuell auf den einzelnen TOS-Patienten abgestimmt, ständig angepasst und meist über Monate durchgeführt werden, um mögliche Erfolge erzielen zu können. Zudem ist der Patient gefragt, auslösende Faktoren in Beruf und Freizeit selber zu evaluieren und mit angepasstem Eigenverhalten darauf zu reagieren. Nicht wenige Patienten berichten darüber, dass Eigenübungen die Beschwerdesymptomatik verschlechtert. Inwiefern die konservativen Therapien anschlagen, ist sehr individuell. Grundsätzlich gilt, alles was zu Beschwerdezunahme führt, ist strikt zu vermeiden. Die Therapien müssen vielmehr stets angepasst werden. Hierzu ist es hilfreich, das die Patienten feste Ansprechpartner (Therapeuten/Ärzte) haben, die sie begleiten, denn nur so kann eine zielorientierte konservative Therapie aufgebaut werden. Die konservative Therapie erfordert eine hohe Compliance – kooperatives Verhalten des Patienten, damit diese im besten Falle erfolgreich sein können.

Bei Patienten, die ein TOS z.B. durch Kraftsport oder durch Körperfehlhaltung erlangt haben, sind die Aussichten einer konservativen Therapie dabei ungleich erfolgsversprechend, als bei denen, die z.B. anlagebedingte Engpässe (von Geburt an) haben oder bei denen es durch Traumata zu strukturellen Veränderungen der zu überwindenden Engstellen im oberen Thorax gekommen ist.

Beim vaskulären TOS muss zusätzlich das Thrombosen- bzw. Embolienrisiko abgewägt werden. Weiterhin kann die mechanische Beanspruchung auf die Gefäße zu Schäden derer führen.

Bei stark vorhandener Beschwerdesymptomatik eines neurogenen und/oder vaskulären TOS greifen konservative Therapien leider nur noch bedingt. Hierbei handelt es sich dann oft um eine angeboren bedingte Enge. Traumata und das „Zusammensacken“ des Thorax im Alter verstärken oft noch zusätzlich die Beschwerden oder lösen diese sogar aus.

Eine OP ist im Falle der Resektion der 1. Rippe und ggf. Halsrippe und/oder einer Neurolyse ein schwieriger und risikoreicher Eingriff, da im Schultergürtelbereich viele Nerven und Blutgefäße auf engem Raum beieinander liegen und verletzt werden können.

Erst wenn die Symptome trotz konservativer Therapie über mehrere Monate nicht besser werden und zu einem starken Leidensdruck, durch
Schmerzen, Beeinträchtigungen im Alltag und/oder Arbeitsunfähigkeit
führen, sollte ein operativer Eingriff in Erwägung gezogen werden.